0/1 – WOHER KOMMT DAS MAINWASSER?



Weißmainquelle: Am Ursprung des Mains


Den Namen Weißmain hat das Flüsschen, das am Osthang des Ochsenkopfs entspringt, dem Granitgestein zu verdanken. Durch die helle Farbe des Granits scheint das Wasser weiß zu sein. Auf dem Weg vom Karches – einem ehemaligen Forsthaus, heute als Gasthaus an der B 303 bewirtschaftet – über den Weißmainfelsen zum Ochsenkopf liegt auf ca. 887 m Höhe die Weißmainquelle. Sie wurde 1717, zu Lebzeiten von Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth, gefasst und mit dem Hohenzollernwappen gekrönt.


Die ersten Mainkilometer


1975 wurde die Quellfassung instand gesetzt, wobei vier Quellaustritte in der näheren Umgebung der Brunnenstube zugeleitet werden. Bis zum Fuß des Ochsenkopfes fließt der Weiße Main mit starkem Gefälle in nordöstlicher Richtung nach Karches, wo er nahezu rechtwinklig in nordwestlicher Richtung abbiegt. Bei Fröbershammer, einem Ortsteil von Bischofsgrün, verlässt der Weiße Main den Granit des Zentralstocks. Bei der Glasermühle biegt er nach Südwesten und fließt durch ein enges, romantisches Tal nach Röhrenhof und Goldmühl, wo er den einst goldführenden Zoppatenbach aufnimmt. Auf dieser Strecke wird durch das Weißmainkraftwerk umweltschonend Energie gewonnen.

Nach Aufnahme des Zopattenbaches wendet sich der Weiße Main wieder nach Nordwesten und nimmt bei Bad Berneck die Ölschnitz auf. Nach dem Umfließen der dortigen Diabasberge, vorbei am Biotop Blumenau, entfernt er sich immer mehr dem Fichtelgebirge. Bei Steinenhausen unterhalb der Stadt Kulmbach vereinigt er sich mit dem Roten Main zum Obermain...


Wer bei Bischberg oder flussabwärts eine Handvoll Wasser aus dem Main schöpft, weiß also nicht, ob es aus dem Fichtelgebirge, der Frankenalb, dem Thüringer Wald oder der oberen Altmühl (gut 34 Kilometer sind in die Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal einbezogen) stammt. Im Main mischen sich die Wässer aller oberirdischen und unterirdischen, natürlichen und menschgemachten Zuflüsse flussaufwärts. Hydrologisch betrachtet stammt der Main nicht aus Rotmain- und Weißmainquelle, sondern speist sich aus tausenden Quellen, Gräben, Drainage-Rohren, aus den Oberflächen- und Grundwasserzuflüssen in die ihm zufließenden Bäche, und aus dem in Klärwerken gereinigten Abwasser der Siedlungen.


 

Weitere Informationen zur Weißmainquelle finden Sie hier.

 

Text: Naturpark Fichtelgebirge, Wasserwirtschaftsamt Hof

Bildquelle: Marc Heinz

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